Ein Netzwerk- und Dialogformat, das migrantische Selbstorganisationen in Hamburg stärkt, sichtbar macht und miteinander vernetzt.
Im Mittelpunkt von WeDo steht die Überzeugung, dass migrantische Perspektiven nicht nur mitgedacht, sondern aktiv eingebunden werden müssen. Viele Initiativen leisten wertvolle Arbeit, arbeiten jedoch oft unter schwierigen Bedingungen: mit begrenzten Ressourcen, wenig Sichtbarkeit, hohem bürokratischem Aufwand und ohne stabile Plattformen für langfristige Vernetzung. WeDo setzt genau hier an und schafft einen strukturierten Rahmen, in dem Begegnung, Wissenstransfer und Kooperation entstehen können.
WeDo verfolgt das Ziel, migrantische Selbstorganisationen in Hamburg nachhaltig zu stärken und ihre gesellschaftliche Rolle sichtbarer zu machen. Es fördert den Austausch zwischen MSOs, Initiativen aus Kultur und Zivilgesellschaft sowie weiteren Akteur:innen aus Stadtgesellschaft, Verwaltung und Institutionen.
Aus Kontakten werden echte Kooperationen. WeDo schafft verlässliche Begegnungsräume für migrantische Selbstorganisationen in Hamburg.
Migrantische Initiativen leisten unverzichtbare Arbeit. WeDo macht diese Arbeit gegenüber Öffentlichkeit, Politik und Förderstrukturen sichtbar.
Von Fundraising über Rechtssicherheit bis zu digitalen Werkzeugen: WeDo ermöglicht kollegiales Lernen und Wissenstransfer zwischen Organisationen.
Aus einzelnen Stimmen werden gemeinsame Anliegen, aus punktuellem Austausch wird langfristige Zusammenarbeit – WeDo legt die Grundlage.
WeDo stärkt die demokratische Präsenz migrantischer Organisationen und verbindet sie enger mit Institutionen, Verwaltung und politischen Entscheidungsträger:innen.
Digitale Kompetenzen, rechtliches Wissen und Fundraising-Know-how: WeDo unterstützt Organisationen dabei, ihre Strukturen langfristig zu festigen und weiterzuentwickeln.
Im Jahr 2025 fanden im Rahmen von WeDo drei Netzwerktreffen statt, die unterschiedliche Schwerpunkte setzten. WeDo ist nicht nur ein Begegnungsformat, sondern auch ein Arbeitsraum – die Ergebnisse wurden digital aufbereitet und an die Teilnehmenden weitergegeben, damit aus dem Austausch konkrete Wirkung entsteht.
Im Auftakt standen Herausforderungen wie Ressourcenknappheit, bürokratische Hürden, Finanzierung und Sichtbarkeit im Fokus. Gleichzeitig wurden konkrete Lösungsansätze gesammelt: niedrigschwellige Förderverfahren, mehr Transparenz, projektunabhängige Finanzierung und digitale Vernetzung.
Das zweite Treffen widmete sich digitalen Werkzeugen und Künstlicher Intelligenz in der Vereinsarbeit. Ziel war es, praktische Entlastung für ehrenamtliche Strukturen zu ermöglichen und digitale Kompetenzen zu stärken.
Das dritte Treffen widmete sich Fundraising und Rechtssicherheit – Themen, die für die Professionalisierung und Absicherung migrantischer Organisationen besonders wichtig sind.
Die Resonanz war durchweg positiv. Besonders deutlich wurde, dass WeDo einen Mehrwert für die beteiligten Organisationen bietet: Es entstehen neue Kontakte, gemeinsame Ideen und stärkere Verbindungen zwischen Akteur:innen, die sonst oft nebeneinander arbeiten. Genau darin liegt die nachhaltige Wirkung des Projekts.
WeDo wurde in Kooperation mit dem Haus des Engagements und dem AKTIVOLI-Landesnetzwerk Hamburg entwickelt und umgesetzt. Das Projekt ist damit gut in Hamburgs Engagement- und Beteiligungslandschaft eingebettet.
WeDo versteht sich als mehr als eine Veranstaltungsreihe. Das Format kann als Modell dafür dienen, wie migrantische Selbstorganisationen dauerhaft gestärkt werden können: durch regelmäßige Treffen, digitale und analoge Vernetzung, öffentliche Sichtbarkeit und eine engere Verbindung zu Institutionen und Entscheidungsträger:innen.
Langfristig kann WeDo dazu beitragen, nachhaltige Strukturen für Teilhabe, Kooperation und demokratische Präsenz aufzubauen. Es schafft den Rahmen, in dem aus einzelnen Stimmen ein tragfähiges Netzwerk wird.
Die Interkulturelle Denkfabrik e.V. engagiert sich seit 2018 für Kultur, Bildung und Partizipation in Hamburg. WeDo ist Teil eines wachsenden Netzwerks von Projekten und Formaten.