Armenische Schriftstellerin, Überlebende, Zeugin – eine der großen Stimmen des 20. Jahrhunderts
Das Leid macht uns nicht stumm – es gibt uns eine Pflicht zu sprechen, für jene, die nicht mehr sprechen können.
— Zabel Yesayan
Zabel Yesayan (1878–1943) war eine armenisch-osmanische Schriftstellerin, die als einzige Frau auf der Deportationsliste von 1915 stand. Ihr Werk umfasst Romane, Reportagen und Essays über das Leben der armenischen Gemeinschaft in Istanbul, die Armenviertel am Goldenen Horn und die Schrecken des Genozids. Sie überlebte zunächst im Exil, wurde aber später in der Sowjetunion verfolgt und starb unter ungeklärten Umständen. Die Hamburger Literaturtage 2022 ehrten ihr Vermächtnis mit einer Theateraufführung des BGST-Ensembles.
Aufführung des BGST Istanbul Ensembles im Rudolf Steiner Haus Hamburg, 19. November 2022. Eine bewegende Theaterhommage an Leben und Werk von Zabel Yesayan.