Das Anwerbeabkommen vor 60 Jahren und heute
Gesichter, Geschichten und Schicksale
Ein Projekt der Interkulturellen Denkfabrik e.V. · 60leben.de
Dieses Abkommen markierte den Beginn einer großen Migrationsbewegung, die Deutschland nachhaltig verändert hat. Was als temporäre Arbeitsmigration geplant war, wurde für viele zum dauerhaften Lebensmittelpunkt.
60 Jahre später leben Menschen türkischer Herkunft in der dritten und vierten Generation in Deutschland. Ihre Geschichten sind vielfältig, berührend und zeigen die Komplexität von Migration, Identität und Zugehörigkeit.
60! LEBEN gibt den Geschichten der Menschen eine Stimme, die im Zuge des Anwerbeabkommens nach Deutschland kamen – und ihren Kindern und Enkeln.
Von der ersten Generation der Gastarbeiter über ihre Kinder bis zu den Enkelkindern – jede Generation mit eigener Perspektive auf Migration, Integration und Identität.
Von Mai bis Dezember 2022: Lesungen, Filmvorführungen, Konzerte und Diskussionen – Räume für Erinnerung und Reflexion.
Die Porträts bleiben online zugänglich als historisches Zeugnis für zukünftige Generationen und als Beitrag zur Erinnerungskultur.
Zuhören statt erklären, sichtbar machen statt zuschreiben. Unterschiedliche Perspektiven stehen gleichberechtigt nebeneinander.
Ziel war es, Stimmen aus drei Generationen sichtbar zu machen – von den ersten Arbeitsmigrant:innen bis zu den heute in Deutschland geborenen Enkelkindern.
21 Veranstaltungen brachten Menschen zusammen, förderten den Dialog und schufen Räume für Erinnerung und Reflexion.
Premieren der audiovisuellen Porträts mit anschließenden Publikumsgesprächen
Literarische Auseinandersetzung mit den Themen Migration, Identität und Zugehörigkeit
Musikalische Begegnungen zwischen Kulturen und Generationen
Podiumsgespräche und offene Dialoge über 60 Jahre Migrationsgeschichte
Verantwortlich für die künstlerische Vision und Regie der audiovisuellen Porträts
Koordination aller Projektaspekte, strategische Planung und Sicherstellung der Projektziele
Organisation der Veranstaltungen, Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit
Unterstützung bei Organisation und Kommunikation des Projekts
Regie: Recep Ulaş Cüre · Producer: Miguel Perez de Almeida · Kameramann: Axel Decker · Kameraassistent: Fawas Mirza · Toningenieur: Ole Boenigk · Farbkorrektur: Jens Apitz · Redaktion: Rukiye Cankiran · Grafik: Aslı Filiz · Übersetzungen: Tevfik Turan, Arzu Caba
Jana Schiedek, Staatsrätin für Kultur und Medien, hebt die Bedeutung des Projekts hervor, das durch Zeitzeugeninterviews die Geschichte der ersten Arbeitsmigrant*innen authentisch und lebendig macht. Die digitale Verfügbarkeit der Erzählungen ermöglicht es, unabhängig von Ort und Zeit auf die Inhalte zuzugreifen und generationsübergreifend Geschichte erlebbar zu machen.
— Staatsrätin Jana Schiedek · Behörde für Kultur und MedienGefördert durch den Elbkulturfonds durch die Behörde für Kultur und Medien und das Bezirksamt Altona.
Alle 65 audiovisuellen Porträts sind frei zugänglich auf 60leben.de – ein lebendiges Archiv der Migrationsgeschichte.
Kontakt: Interkulturelle Denkfabrik e.V. · Nernstweg 32-34, 22765 Hamburg · info@ikdf.org