Veteran-Journalist
Doğan Özgüden, 1936 in Kalecik bei Ankara geboren, ist einer der ältesten und einflussreichsten türkischen Journalisten und Verleger. Seine Karriere begann 1952 als Reporter und Redakteur bei mehreren türkischen Zeitungen. Zusammen mit seiner Frau gründete er das sozialistische Magazin Ant, das sich mit linken Perspektiven und kritischer Gesellschaftsanalyse befasste. Nach dem Militärputsch vom 12. März 1971 wurden Özgüden und seine Frau gezwungen, die Türkei zu verlassen. Ihre Staatsangehörigkeit wurde 1982 entzogen. Im Exil in Belgien gründeten sie 1974 Info-Türk, ein Informationsmedium für türkische Fragen, das bis heute aktiv ist. 2006 erhielten Özgüden und Tuğsavul den Preis für Gedankenfreiheit der Türkischen Menschenrechtsvereinigung. Özgüdens Leben und Arbeit verkörpern den Mut und die Widerstandskraft von Journalisten, die Verfolgung für ihre kritische Stimme ertrugen. Sein Exilwirken unterstützt IKDF's Engagement für Pressefreiheit und Menschenrechte. Die Interkulturelle Denkfabrik e.V. (IKDF) organisiert in Hamburg seit vielen Jahren Veranstaltungen zu Literatur, Film und gesellschaftlichem Dialog. Copyright © IKDF – Interkulturelle Denkfabrik e.V., Hamburg